HAVAG setzt sechs neue Diesel-Hybridbusse im Liniendienst ein
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Hybridbusse als moderne Brückentechnologie auf dem Weg zur Elektro-Mobilität: Bis 2029 erneuert die HAVAG ihre Busflotte mit 29 Fahrzeugen
Die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG), ein Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe, hat sechs neue Diesel-Hybridbusse auf dem Betriebshof Freiimfelder Straße vorgestellt. Drei der Fahrzeuge gehen ab sofort in den Liniendienst, die übrigen drei folgen in den kommenden Wochen. Bis 2029 beschafft die HAVAG insgesamt 29 Diesel-Hybridbusse (26 kurze und 3 lange Busse) und erneuert damit planmäßig ihre Busflotte. Die Busse sind mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ zertifiziert. Fahrgastklimaanlagen sorgen für mehr Komfort.
Die HAVAG hatte im Jahr 2014 begonnen, den Busfahrpark grundlegend zu modernisieren, um den Fahrgastkomfort und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die silbergraue Flotte ist bereits seit 12 Jahren im Einsatz und wird nunmehr schrittweise abgelöst. Die am 5. Oktober 2026 im Werk der Daimler Buses GmbH in Mannheim übernommenen Diesel-Hybridbusse stellen eine moderne Kombination zwischen einem etablierten Dieselantrieb, einem Elektromotor und einer Energierückgewinnung beim Bremsvorgang -sogenannte Rekuperation- dar. Der hoch effiziente Dieselmotor wird beim Anfahren an Haltestellen durch einen Elektromotor unterstützt, was eine leiseres Anfahrgeräusch und eine Kraftstoffersparnis zur Folge hat.
Bei der Bestellung der neuen Linienbusse hat die HAVAG sehr viel Wert daraufgelegt, dass der Fahrgastkomfort durch eine teilweise neu angeordnete Bestuhlung, eine Klimatisierung des Fahrgastraumes, einer größeren Multifunktionsfläche für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen nochmals verbessert wurde.
In den kommenden drei Jahren werden insgesamt 29 neue Linienbusse die Altfahrzeuge ablösen, die nach einer Betriebsleistung von ca. 1 Mio. km je Bus, in den Ruhestand gehen werden.
„Die neuen Busse bringen moderne Technik, mehr Komfort und mehr Sicherheit auf Halles Straßen. Wir erwarten, dass sie einen effizienten Kraftstoffverbrauch und niedrigere Fahrgeräusche haben werden. Das ist ein wichtiger Schritt in der heutigen Zeit“, sagt Vinzenz Schwarz, Vorstand der Halleschen Verkehrs-AG. „Mit den sechs Diesel-Hybridbussen beginnt für unseren Fuhrpark eine neue Ära. Ich bin stolz auf unser Team, das die Fahrzeuge von Mannheim bis in unsere Werkstatt gebracht und intensiv für den Alltagseinsatz vorbereitet hat.“
Die Fahrzeuge bieten zeitgemäße Technik und Ausstattung: eine Vollklimaanlage, eine Abbiegeassistenz, Fahrerassistenzsysteme und LED-Scheinwerfer für mehr Verkehrssicherheit, einen zweiten Multifunktionsbereich, einen zusätzlichen Sitzplatz, Ambilight, eine neue, an die TINA-Farbgebung angepasste Lackierung, eine Videoanlage und ein Fahrgastzählsystem. Auf Fahrkartenautomaten verzichtet die HAVAG in den neuen Bussen.
„Hybridbusse sind die moderne Brückentechnologie zur E-Mobilität. Sie bringen Technik, die im Alltag spürbar ist, etwa bei Sicherheit und Komfort“, sagt Bernd Wölfel, Bereichsleiter Verkehr und Betrieb der HAVAG. „Jedes Fahrzeug wurde vor dem Liniendienst technisch geprüft und auf den täglichen Betrieb vorbereitet.“
Optisch fügen sich die neuen Fahrzeuge in das hallesche Stadtbild ein. Die Farbgestaltung orientiert sich am Konzept der TINA-Fahrzeuge und folgt demnach den Stadtfarben von Halle (Saale). In einem schon vertrauten Rot und einem strahlenden Weiß lösen sie nach und nach das Silbergrau ab, so Alexander Bärwald von der Betriebsleitung Omnibus der HAVAG.
Die HAVAG nutzt diese Brückentechnologie, um sich in den nächsten Jahren auf die vollständige Umstellung des Busfuhrparks auf batteriebetriebene Elektrobusse vorzubereiten. Um dem gesetzlichen Erfordernis der Flottenumstellung auf alternative Antriebe nachkommen zu können, arbeitet das Unternehmen sehr intensiv an der Herstellung der infrastrukturellen Voraussetzungen: Neben einer flächenmäßigen Betriebshoferweiterung wird momentan das Baurecht dafür geschaffen, um die Betriebsabläufe, die Buswerkstatt, die Ladeinfrastruktur und sonstige technische Einrichtungen auf die Ära der vollständigen Elektromobilität vorzubereiten.
Namenspatinnen und -paten
Die sechs neuen Busse erhalten Namenspatinnen und -paten, die die Verbundenheit mit der Stadt zeigen. Die Namen lauten: Peter Sodann, Hans Litten, Reinhold Lohse („Zither-Reinhold“), Gottfried Olearius, Georg Friedrich Händel und Dorothea Christiana Erxleben.