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Bautagebuch Riveufer

Zwischen Routine und Abwechslung

Die 108 Jahre alten geschädigten Deckenplatten werden abschnittsweise geschnitten und abtransportiert, sodass der Kanal eine Weile offen ist. Zum Eindecken werden neue vorgefertigte Betonelemente genutzt. (Foto: Manfred Boide)

Nach den großflächigen Arbeiten in Nähe der Giebichensteinbrücke und der teilweise aufwändigen Arbeiten wie dem Wiederaufbau der Natursteinmauer oder dem gepflasterten Fußweg geht es nun mit routinierten Arbeiten in Richtung Mühlgraben/Burgstraße weiter. Hauptarbeitsfeld ist der Abwasserkanal. Unter routinierten Arbeiten ist zu verstehen, dass sich die Tätigkeiten mit immer wiederholenden Arbeitsabläufen fortsetzen

Arbeiter bringen Seitenbegrenzungen mit verzinktem Stahlblech an. (Foto: Manfred Boide)

So werden alte Beläge und Fußwegplatten entfernt, alte Deckplatten maschinell in ca. zwei mal zwei Meter große Stücke zerschnitten und herausgenommen. Anschließend säubern die Arbeiter die obere Plattenauflage und befreien das Mauerwerk von Schmutz und Kanalablagerungen. Dann bessern sie beschädigtes Mauerwerk aus und bauen es teilweise wieder neu auf. Im Anschluss werden neue Platten verbaut und durch Stahlbolzen mit dem Mauerwerk befestigt. Von unten mit Kunststoff beschichtete Platten werden verschweißt, Seitenbegrenzungen mit verzinktem Stahlblech angebracht und mit Gewindestangen gesichert. Abschließend vergießen die Arbeiter die Fugen und Bolzenlöcher mit Beton, bringen eine Dichtungsabdeckung auf und verlegen die neuen Fußwegplatten.

Welche „baulichen Überraschungen“ beim Öffnen des Kanals zu erwarten sind, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

26.07.2022