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Bautagebuch Riveufer

Nach der Bratwurst ein Blick in den Kanal

Blick in den Hauptsammler am Riveufer.
Blick in den Kanal. Fußgänger dürfen aber nur von der rot-weißen Absperrung aus gucken. Foto: Stadtwerke Halle

Von Corinne Richert

Sonniges Wochenendwetter lockt viele Hallenserinnen und Hallenser zum Riveufer. Das war schon immer so. Nach der traditionellen Bratwurst an einem der ehemaligen Gondelhäuser trieb es am vergangenen Sonntag viele Neugierige entlang des Ufers Richtung Giebichensteinbrücke.

Dort können Interessierte vom Behelfsfußweg aus mit ein bisschen Glück bis in den Hauptsammler schauen, der auf mehreren Metern gerade offen ist. Der Hauptsammler - vor 108 Jahren gebaut - sammelt seitdem alle Abwässer der Hallenserinnen und Hallenser diesseits der Saale und befördert diese über den Tafelwerder zur Kläranlage Nord. Manch eine/einer hat sich beim Blick in den Kanal wohl wunder was für eine stinkende Brühe vorgestellt und dann aber gestaunt: „Es riecht ja kaum!“

Ein Mann auf der Baustelle
Die alten Platten müssen vor dem Abtransport erst geschnitten werden. Foto: Manfred Boide

Die 108 Jahre alten - durch korrosive Einflüsse - geschädigten Deckenplatten werden abschnittsweise geschnitten und abtransportiert, so dass der Kanal eine Weile offen ist. Die alten Platten haben ihre geplante Lebensspanne deutlich überschritten, denn kalkulatorisch wird ihnen in der Regel eine technische Nutzungsdauer von 80 Jahren zu Grunde gelegt.

„Nach der Säuberung des Brückenkopfes erhält die neue Stahlbetondeckenplatte eine Polyethylen-Innenauskleidung. Die einzelnen Plattenstöße werden mit einem Polyethylen-Streifen verschweißt. Der Stahlbeton wird zukünftig vor korrosiven Einflüssen geschützt sein“, erklärt Projektingenieur Florian Taugnitz (HWS) die weitere Vorgehensweise.

02.03.2022