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Energie- und Zukunftsspeicher wächst / Weiterer Baustein für die Umsetzung der Energiewende vor Ort

Auf dem Gelände des Energieparks Dieselstraße wächst der neue Energie- und Zukunftsspeicher in die Höhe. Der Wärmespeicher wird die Erzeugung optimieren und eine optimale Kopplung zwischen den Energiesektoren Strom und Wärme ermöglichen. Somit kann zukünftig Erneuerbarer Strom aus Wind und Sonne in Wärme umgewandelt und in das Fernwärmesystem eingespeist werden.

Das Bild zeigt den Speicher im Bau. Um den noch leeren runden Speicher stehen Gerüste.
Auf dem Gelände des Energieparks Dieselstraße wächst der neue Energie- und Zukunftsspeicher in die Höhe.

Quelle: Stadtwerke Halle GmbH
Datum: 23. Juni 2017

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Dort, wo früher Teile des alten Kraftwerks standen, baut die EVH heute einen 50.000 Kubikmeter fassenden Energie- und Zukunftsspeicher. Der künftig 42 Meter hohe Wärmespeicher wird den bisherigen Energiepark in der Dieselstraße um einen wichtigen energiewirtschaftlichen Baustein erweitern: Durch die neue Anlage können die Erzeugungsanlagen flexibler und wirtschaftlicher arbeiten.

Die Unterzeichner der „Energie-Initiative Halle (Saale)“ hatten am 21. Oktober 2016 offiziell den Bau des neuen Energie-und Zukunftsspeichers mit einem Spatenstich auf dem Gelände des Gas-KWK-Kraftwerks Dieselstraße gestartet. Im Mai wurden die Arbeiten am Speicherfundament abgeschlossen. Derzeit wird die aufwändige Randblechkonstruktion gebaut, auf die später der Behältermantel auflastet. Die Fertigstellung des neuen Fernwärmespeichers ist für Anfang 2018 geplant. Der zweite Speicherbehälter hat einen Durchmesser von etwa 40 Meter Durchmesser und 45 Meter Höhe mit einem nutzbaren Volumen von circa 50.000 m³. Das entspricht der Füllmenge von etwa 250.000 Badewannen. Es wird vier Monate dauern, ihn zu befüllen.

Warum spielt dieses Projekt für eine zukünftige effizientere Versorgung der Hallenser eine zentrale Rolle? Die EVH GmbH betreibt bereits seit 2006 im Kraftwerk einen Wärme-speicher zum Ausgleich der Preis- und Bedarfsschwankungen zwischen Tag und Nacht. Dieser Behälter von 22 Metern Höhe und gleichem Durchmesser verfügt über ein nutzbares Volumen von 6.800 m³.

Da ein ständig wachsender Anteil der Stromerzeugung in Deutschland auf Wind und Sonne basiert, treten immer häufiger Zeiträume auf, in denen mehr Energie zur Verfügung steht als gerade gebraucht wird. Diese Überschussmengen können in Form von Wärme im Speicher eingelagert werden – um sie genau dann zu verwenden, wenn die Nutzer sie benötigen. Ist die Erzeugung aus Sonne und Wind zu gering, um den Bedarf zu decken, füllt die Gas-KWK-Technologie automatisch die Lücke und stellt die Energie anforderungsgerecht zur Verfügung. Dieser variable Einsatz hilft nicht nur, regenerative Energie optimal auszunutzen. Er unterstützt gleichzeitig die Netzstabilität und damit die sichere Versorgung unter den sich ändernden Anforderungen  der Energiewende.

23.06.2017