Online-Magazin
Werfen Sie in unserem Blog einen Blick hinter die Kulissen der Stadtwerke Halle! Unsere Autorinnen und Autoren nehmen Sie mit auf spannende Geschichten aus der gesamten Stadtwerke Halle-Welt.
- vorherige News
- News 3 von 216
- nächste News
Die Stadt als Bühne: Hinter den Kulissen des Kulturellen Themenjahres
Ein Jahr, ein Leitmotiv, eine ganze Stadt als Bühne. Unter dem Titel „Stadt. Licht. Leben. Energie“ bringt das Kulturelle Themenjahr 2026 Menschen, Institutionen und Ideen zusammen. Projektkoordinatorin Marie Meier spricht darüber, wie aus Wissenschaft, Kultur, Daseinsvorsorge und Stadtgesellschaft ein gemeinsamer Dialog entsteht und warum manchmal schon ein einzelner besonderer Moment ausreicht, um ein Jahr erfolgreich zu machen.
Frau Meier, was genau sind die Kulturellen Themenjahre überhaupt?
Marie Meier: Die Kulturellen Themenjahre sind eine Einladung an die gesamte Stadtgesellschaft, sich jedes Jahr gemeinsam, offen und aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit einer großen Frage unserer Zeit auseinanderzusetzen. Es geht darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und Kultur mitzudenken sowie mitzugestalten. Dieses Jahr dreht sich alles um "Stadt. Licht. Leben. Energie".
Marie Meier: Klimawandel, vollere Städte, steigende Temperaturen. Energie betrifft unser tägliches Leben, unsere Städte, unsere Zukunft. Mich persönlich fasziniert besonders, wie viele Faktoren zusammenkommen müssen, damit Leben überhaupt möglich ist: Licht, Wasser, Materialien, Energie aus dem All. Dass dieses Jahr Stadtwerke und Planetarium zusammenarbeiten, macht genau diese Zusammenhänge greifbar und ist für mich persönlich unglaublich spannend.
Sie koordinieren das Kulturelle Themenjahr 2026. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag konkret aus?
Marie Meier: Ich bin so etwas wie die Schnittstelle zwischen ganz vielen Welten. Ich koordiniere den engen Austausch zwischen Stadtwerken und Planetarium, begleite über 100 Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Kultur und sozialen Bereichen und kümmere mich gleichzeitig um Kommunikation, Pressearbeit und Sichtbarkeit. Es geht nicht nur darum, Veranstaltungen zu organisieren, sondern darum, die Ideen auch nach außen zu tragen.
Was ist für Sie die größte Herausforderung bei einem stadtweiten Kulturprojekt dieser Größenordnung?
Marie Meier: Die Balance. Wir haben neben vielen großen Institutionen auch viele kleine Vereine mit wenig Ressourcen. Niemand soll sich übergangen fühlen, deswegen unterstützen wir auch bei Förderfragen und versuchen, allen einen guten Raum zu geben. Diese Waagschale immer wieder auszutarieren ist anspruchsvoll, aber auch wichtig für echte Teilhabe.
Die Themenjahre wollen die gesamte Stadtgesellschaft einbeziehen. Wie gelingt es, möglichst viele Menschen mitzunehmen?
Marie Meier: Seit Corona gab es einen Wandel: Während vorher das Publikum zur Kultur kam, muss die Kultur heute immer mehr zum Publikum kommen. Viele Menschen nehmen Veranstaltungen eher wahr, wenn sie "direkt vor der Haustür" stattfinden. Aber auch inhaltlich müssen wir breit aufgestellt sein, um möglichst jeden mitzunehmen. Der eine möchte etwas lernen, der andere möchte mitmachen. Wichtig ist mir, die Hürde zu überwinden, man „verstehe das ohnehin nicht“ und es deswegen gar nicht erst versucht. Wir wollen das Gegenteil beweisen. Dafür haben wir Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Einführungsveranstaltungen für Menschen, die sich an das Thema erst herantasten wollen oder auch für Fortgeschrittene. Für mich war eine Veranstaltung dann ein Erfolg, wenn die Hallenserinnen und Hallenser glücklich sind. Es müssen gar nicht unendlich viele sein. Aber wenn Einige etwas Schönes erlebt haben, bin ich zufrieden.
2026 übernehmen die Stadtwerke Halle gemeinsam mit dem Planetarium die Intendanz. Was macht diese Konstellation aus Ihrer Sicht besonders?
Marie Meier: Auf den ersten Blick sind das sehr unterschiedliche Institutionen. Doch beide verbindet ein gemeinsamer Bildungsauftrag, gerade im Kontext der regionalen Wärmewende. Wenn Stadtwerke und Wissenschaft zusammenarbeiten, entstehen Ideen, die es sonst nicht gäbe. Ein schönes Beispiel war auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Lichtverschmutzung, bei der diskutiert wurde, wie reduzierte Beleuchtung den Blick auf den Sternenhimmel wieder ermöglichen kann.
Wo sehen Sie die größten Chancen in der Verbindung von Kultur, Wissenschaft und Daseinsvorsorge?
Marie Meier: Komplexe Themen lassen sich aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen. Ein Theaterstück über den Klimawandel erreicht Menschen anders als ein wissenschaftlicher Vortrag. Beides zusammen ermöglicht es, viele verschiedene Menschen anzusprechen.
Marie Meier: Ich möchte lernen. Fachlich, aber vor allem menschlich. Mich interessiert, was den Menschen in dieser Stadt wirklich wichtig ist. Nicht nur als Kulturmanagerin, sondern ganz persönlich.
Halle in neuem Licht – Hier erfahren Sie, wie das kulturelle Themenjahr 2026 die Stadt in Bewegung bringt, und auf www.themenjahre-halle.de finden Sie alle Neuigkeiten, Termine und Angebote.
19.04.2026
- vorherige News
- News 3 von 216
- nächste News