Das Bild zeigt eine blonde junge Frau mit Brille, die eine rote Jacke mit dem Logo der Stadtwerke Halle trägt und einen Block unter dem Arm hat. Im Hintergrund wird befindet sich eine Bushaltestelle, die von zwei Personen in orangefarbenen Hosen gesäubert wird. Es ist Nacht und die Straßenlaternen leuchten hell.

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Stadtwerke Halle Blog - Hinter den Kulissen

Werfen Sie in unserem Blog einen Blick hinter die Kulissen der Stadtwerke Halle! Unsere Autorinnen und Autoren nehmen Sie mit auf spannende Geschichten aus der gesamten Stadtwerke Halle-Welt.

Lesen. Lachen. Geschichten machen.

Sie machen Halle bunt. Jeden Tag. Daher unterstützen die Stadtwerke Halle eine Vielzahl von Vereinen. Auch der Verein „Literaturhaus Halle (Saale) e. V.“ baut auf unsere Partnerschaft. Wir haben das Literaturhaus Halle in der Bernburger Straße besucht und hinter die Kulissen geschaut.

Das Bild zeigt ein herrschaftliches Gebäude aus hellem Stein, mehreren Balkonen und Verzierungen an der Fassade.
Eine feste Größe in Halles Kunst- und Kulturszene – das Literaturhaus Halle.

Mitten im Stadtleben, Ecke Bernburger Straße/Mühlweg fällt sie sofort ins Auge: eine herrschaftlich anmutende Gründerzeitvilla. Einst Wohnhaus einer halleschen Bankiersfamilie, wurde das Gebäude viele Jahrzehnte als Filiale der Sparkasse genutzt, später als Kunstforum der Saalesparkasse. Nach dessen Schließung ergriff der 2017 gegründete Verein Literaturhaus Halle (Saale) e. V. die Gelegenheit und zog in das historische Gebäude. Seither baut er auf die kulturelle Arbeit des Kunstforums auf und hat sich inzwischen einen festen Platz in der Kulturlandschaft über Halles Stadtgrenzen hinaus erobert.

Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes mit grauem Haar, grauem Schal und dunkler Jacke, der neben einem reich verzierten, blau-gelben Fenster steht und in die Kamera lächelt.
Alexander Suckel, Leiter des Literaturhauses.

Geschäftiges Treiben herrscht an einem sonnigen Spätherbsttag in der Villa. Während im Erdgeschoss ein Seminar stattfindet, laufen im Obergeschoss bereits die Vorbereitungen für die geplante Weihnachtsrevue auf Hochtouren. Alexander Suckel lädt auf eine Tasse Kaffee in sein Büro. Ehemals Dramaturg und Kapellmeister am neuen theater halle, ist er nicht nur der Leiter des Literaturhauses, sondern auch der kreative Kopf hinter dem vielfältigen Programm des Vereins. Unterstützt wird er dabei von einem ebenso engagierten Team sowie einem großen Partnernetzwerk aus Kunst, Kultur, Bildung und Wirtschaft. Nach dem Motto: „Ein Haus des Wortes mit Raum für mehr“ treffen hier Kunst- und Kulturschaffende auf ihr Publikum. So entstehen Austausch und Wertschätzung.

Das Bild zeigt zwei Männer, die an einem Tisch sitzen, auf dem ein Mikrofon steht.
In der Corona-Pandemie musste umgedacht werden und so fanden Lesungen digital statt.

Das Programm umfasst dabei nicht nur herkömmliche Lesungen, Diskussions- und Gesprächsrunden oder Fachvorträge. Es bietet auch Ausstellungen und Konzerte. Außerdem haben Filme und Hörspiele sowie Features und Sendereihen mit dem Mitteldeutschen Rundfunk ihren festen Platz im Repertoire des Hauses. Ein eigenes Magazin mit Buchvorstellungen und Neuigkeiten aus der Literaturwelt runden das Angebot des Vereins ab. Die Resonanz auf all das beweist: Das Gespür dafür, mit Vielfalt zu punkten, ist richtig. Seit der Eröffnung im März 2018 gelingt es Alexander Suckel und seinen Mitarbeitenden rund 15 bis 20 Abendveranstaltungen und andere Programmhöhepunkte pro Monat auf die Beine zu stellen. Doch während des Corona-Lockdowns musste auch das Literaturhaus umdenken. Schnell war eine kreative Lösung gefunden. „Kurzerhand haben wir uns entschlossen, die ursprünglich geplanten Lesungen einfach aufzuzeichnen. Unterstützt hat uns dabei ein professionelles Filmteam. Die Arbeit an den Videos hat uns viel Spaß gemacht und die Ergebnisse können sich sehen lassen“, erzählt Alexander Suckel. Von März bis Juni produzierte das Team so zwei virtuelle Lesungen wöchentlich. Sie sind auf dem Youtube-Kanal des Vereins zu finden.

Das Foto zeigt eine gelbe Wand, an der vier bunte Gemälde hängen.
Ob Ausstellung oder Lesung – im Literaturhaus setzt man auf Vielfalt!

Zu den vielen Kooperationspartner*innen gehören auch die Stadtwerke Halle. Sie unterstützen die Arbeit des Vereins. Dabei steht die Förderung der Nachwuchsarbeit ganz klar im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Etwa dann, wenn Kindern spielerisch ein Zugang zu Literatur vermittelt wird. Die Lesewerkstatt ist ein schönes Beispiel dafür und erfreut sich als eine Kinderlese- und Mitmachreihe großer Beliebtheit. Zweimal wöchentlich lauschen die Kleinen in gemütlicher Runde den Geschichten aus aktuellen Kinderbüchern oder bekannten Klassikern. Gelesen werden die Bücher von der Schauspielerin Jennifer Krannich. Mit Humor und spielerisch gekonnt, lädt sie die Vier- bis Sechsjährigen ein, die Geschichten frei nach ihrer Fantasie fortzuführen. Literarische Früherziehung par excellence! Alexander Suckel freut sich über die positive Resonanz bei den Kindern: „Die Lesewerkstatt ist unheimlich beliebt. Die Nachfrage ist so groß, wir könnten drei bis viermal in der Woche Kinderlesungen veranstalten.“ Den Grundstein für die Liebe zur Literatur schon bei den Jüngsten zu legen, darauf ist das Literaturhaus besonders stolz. Wir sagen „Weiter so!“ und freuen uns auf neue gemeinsame Projekte.

23.12.2020