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Stadtwerke Halle Blog - Hinter den Kulissen

Werfen Sie in unserem Blog einen Blick hinter die Kulissen der Stadtwerke Halle! Unsere Autorinnen und Autoren nehmen Sie mit auf spannende Geschichten aus der gesamten Stadtwerke Halle-Welt.

Lohnt es sich wirklich, dass ich Müll trenne?

Alles, was in Halle als Restmüll in den grauen Tonnen landet, wird bei der RAB GmbH am Standort des Deponiegeländes Halle-Lochau aufbereitet. Wir zeigen, was mit dem Müll passiert, wenn die Tonne abgeholt wird.

Der Weg des Restmülls von der Mülltonne bis zur Aufbereitung

Müll wird nicht mehr deponiert, sondern wie hier in Halle-Lochau, getrennt, verstromt und recycelt.

Wie viel Restmüll produzieren die Hallenser eigentlich im Schnitt? Durchschnittlich liefert die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH, die die Tonnen leert, bei der RAB GmbH 200 Tonnen Restmüll und 30 Tonnen Sperrmüll ab – jeden Tag. Bei der RAB GmbH, einem Unternehmen der Stadtwerke Halle, wird der gesamte hallesche Restmüll sortiert und aufbereitet. Wenn der Müll an der Anlage ankommt, wird er zunächst verwogen und anschließend in der Anlieferhalle entladen sowie vorgesichtet. Im ersten Behandlungsschritt führt ein Elektrobagger den Müll einem Vor-Zerkleinerer zu. Hier erfolgt die Zerlegung aller Bestandteile auf eine Größe bis maximal 250 Millimeter. Im Folgenden durchläuft der Müll verschiedene Aufbereitungsstufen bzw. Aggregate wie z. B. Siebe, Metallseparatoren und Windsichter. Letzteres Aggregat dient dazu, schweres Material (z. B. mineralische Bestandteile) und leichtes (z. B. Folien) zu trennen.

Am Ende der Verarbeitung entstehen verschiedene Wertstoffströme. Während Metalle wie Eisen, Alu, Messing und Kupfer entsprechenden Hütten bzw. Stahlwerken zugeführt werden, wird in der Anlage auch der biologisch abbaubare Anteil im Restmüll (z. B. Lebensmittelreste) separiert und einer Vergärungsanlage zugeführt. Hier wird unter anderem Strom aus dem Material gewonnen. Daneben wird ein anderer Teil des aufbereiteten Restmülls als sogenannter Ersatzbrennstoff in Kraftwerken eingesetzt und ersetzt dort Primärenergieträger wie Kohle. Wichtig ist, dass in dem Ersatzbrennstoff keine Schadstoffe mehr enthalten sein dürfen und die strengen Grenzwerte eingehalten werden. Unser Müll wird also nicht deponiert, das ist seit 2005 verboten, sondern u. a. zur Stromerzeugung eingesetzt.

Was ist eigentlich Restmüll?

Dazu gehört das, was nicht in die gelbe Plastik-, die blaue Papier-, die braune Biotonne oder in Glascontainern bzw. per Sperrmüllsammlung sortiert werden kann. Also zum Beispiel:

Das alles gehört in die grauen Tonnen.
  • Asche (nur abgekühlt!),
  • Porzellan- und Keramikscherben,
  • Staubsaugerbeutel,
  • Wegwerfwindeln,
  • Hygieneartikel,
  • Lumpen,
  • verschmutztes Papier,
  • Butterbrotpapier,
  • alte Tapete,
  • Gummi- und Kabelreste, usw.

Schon gewusst?

Eine gute Mülltrennung ist die Voraussetzung dafür, dass ein hochwertiges Recycling z. B. von Pappe, Metall, Plastik oder Glas möglich wird. Mehr Recycling heißt also weniger Verbrennung. Umso weniger CO2 entweicht in die Atmosphäre! Sehr wichtig ist auch die Biotonne: Aus Biomüll wird verstrombares Biogas mit Top-CO2-Bilanz. Trennen lohnt sich also.

29.03.2019