Inhaltsbereich

Stadtwerke Halle Blog - Hinter den Kulissen

Werfen Sie in unserem Blog einen Blick hinter die Kulissen der Stadtwerke Halle! Unsere Autorinnen und Autoren nehmen Sie mit auf spannende Geschichten aus der gesamten Stadtwerke Halle-Welt.

Zwischen Supersommer und super Gefahr

von Nina Reißberg

„Pack‘ die Badehose ein, nimm‘ dein kleines Schwesterlein und dann nichts wie los ins Freibad!“

Was kann man sich besseres vorstellen, als in diesem Sommer im Freibad zu arbeiten? Ein paar Kindern beim Plantschen zu schauen, kleinere Wehwehchen verarzten und zwischendurch immer mal wieder ins kühle Nass hüpfen. Doch es steckt weitaus mehr dahinter!

Den letzten Ferientag nutzten viele im Saline Freibad Halle.

Katja Wagner ist die Objektleiterin des Freibads Saline in Halle und ist seit 26 Jahren in der Branche tätig. Sie erzählt mir, dass der Arbeitstag um 7:30 Uhr, 1,5 Stunden vor der regulären Öffnung des Freibads, beginnt mit täglicher Müllentsorgung, Wasserkontrolle und Reinigung des Beckens. Doch auch nach der Schließung, um 20 Uhr, heißt es noch nicht „Feierabend“. Die fleißigen Mitarbeiter müssen die Kabinen und Sanitäranlagen reinigen und eine grobe Müllentsorgung durchführen. Und natürlich dazwischen den Badealltag absolvieren. Doch was ist anders in diesem Supersommer? 
„Es ist es natürlich voller als sonst!“, weiß Katja Wagner. Doch das wäre kein Problem, wenn sich die Bademeister und Rettungsschwimmer auf das Einhalten des kleinen Einmaleinses der Schwimmbadregeln verlassen könnten. „Immer mehr Eltern schieben die Verantwortung auf die Bademeister und widmen sich lieber dem Handy oder ignorieren die Tatsache, dass ihre Kinder wenig bis gar nicht schwimmen können!“, bemerkt die Objektleiterin des Freibads.

Der Supersommer leistet ganz schöne Arbeit!
Katja Wagner behält die beliebte Rutsche im Blick.


Das Thema Handy ist natürlich allgegenwärtig, doch muss es denn wirklich auch noch im Freibad präsent sein? Sollte der Nachmittag nicht eigentlich den Kindern, Partnern, Freunden oder der Familie gehören? Zu diesem Aspekt kommt natürlich auch noch die Gefahr der Ablenkung hinzu. 
Ich kenn es doch von mir selber, wie schnell man von „Ich schreibe kurz noch eine Nachricht“ bis zum stundenlangen (sinnlosen) Rumscrollen durch die Sozialen Medien gelangt. Doch genau das ist die Tücke! Trotz der insgesamt sechs bis acht Bademeister und Rettungsschwimmer ist die 100 prozentige Absicherung nie gegeben, denn sie können nicht überall sein! Und seien wir doch mal ehrlich, wer hat als Kind schon auf den Satz „Nicht vom Beckenrand springen!“ gehört? 
Also liebe Eltern, bitte lasst das Handy zuhause und nehmt stattdessen lieber einen Ball oder ein Federballspiel mit ins Freibad und beschäftigt euch mit euren Kindern! So habt ihr sie auch immer im Blick. 
Weitere gute und hilfreiche Tipps für alle:
- Bitte bildet eine Rettungsgasse auf dem Parkplatz für eventuelle Notfälle!
- Bitte meldet eure Kinder beim Schwimmunterricht an, damit sie sicher und gut schwimmen können!
- Auch Schwimmflügel sind nur Hilfen!

09.08.2018